3. Partner für die Fachbereiche

CIOs wissen, dass die Ausrichtung am Geschäft entscheidend für eine erfolgreiche digitale Transformation ist. Laut der Studie 2018 IDG Research Survey kontrolliert nur noch in etwas mehr als einem Viertel der Unternehmen (26%) die IT-Abteilung mehr als die Hälfte der Technologie-Investitionen. Wenn sich die Investitionsentscheidungen verlagern, besteht die Herausforderung für viele CIOs darin, ein vertrauenswürdiger Partner zu sein, nicht nur bei der Auswahl von Plattformen oder Technologien, sondern auch bei der Positionierung der IT als treibende Kraft für Innovationen.

Nur in 26% der Unternehmen kontrolliert die IT-Abteilung mehr als die Hälfte aller getätigten Technologie-Investitionen (zwischen 51 und 100% der Ausgaben in Euro)

Um ein echter Partner zu werden, benötigen CIOs einen Plan für die Transformation, der die bisherige Entwicklung von Business Cases über den typischen ROI-Prozess hinaus erweitert, der sich weiterhin auf Vorteile wie die Reduzierung von Kosten oder die Steigerung der betrieblichen Effizienz konzentriert. Im rasanten Tempo der digitalen Welt ist es für CIOs noch wichtiger zu zeigen, wie die IT dem Unternehmen helfen kann, schnell neue Ideen umzusetzen, neue Produkte und Services schneller zu entwickeln und positive Geschäftsergebnisse zu erzielen - ohne die mit der IT lange in Verbindung gebrachten Barrieren.

Unser Portfolioprozess ist klarer Bestandteil der Business-Planung, von daher wird vom Business priorisiert nach den Cases und nicht von der IT entschieden, welches Projekt gemacht wird.

– Michael Kranz, CIO, Thyssenkrupp Steel Europe

„Sie haben immer noch einen althergebrachten ROI, mit dem Sie argumentieren, dass etwas besser arbeitet oder schneller oder billiger ist“, erklärt Craig Partridge, Director, Data Center Platform Consulting für HPE Pointnext. „Jetzt geht es darum sicherzustellen, dass IT nicht als Hindernis gesehen wird, sondern vielmehr als Innovationsmotor, der das Tempo unterstützen kann, in dem sich das Unternehmen bewegen will.”

„Wir haben ein Digital Acceleration Office gegründet, das ganz bewusst kein klassisches Project Management Office ist und sich aus Mitarbeiter aus unterschiedlichen Business Units zusammensetzt, die am digitalen Gelingen mitwirken wollen.”

– Michael Kranz
CIO, Thyssenkrupp Steel Europe

Top-Business-Treiber von Tech-Investitionen

IT-Führungskräfte
Cybersicherheit erhöhen
42%
Compliance-Anforderungen erfüllen (DSGVO, usw.)
30%
Transformation der bestehenden Geschäftsprozesse
27%
Entwicklung neuer Produkte fördern/unterstützen
26%
Betriebliche Effizienz erhöhen
24%
Neue digitale Einkommensquellen erschließen
23%
Quelle: 2018 IDG Research Survey

Nur alleine auf die IT-Kosten zu schauen – auch bei Infrastrukturfragestellungen – würde der Gesamtfragestellung in der Digitalisierung überhaupt nicht gerecht werden.

– Dr. Michael Müller-Wünsch, CIO, Otto GmbH & Co KG

Der von Partridge beschriebene Innovationsmotor besteht aus einer sorgfältig zusammengestellten Mischung aus Menschen, Prozessen, Technologien und Ökonomie. Sie wird von außen nach innen aufgebaut und stellt die geschäftlichen Ergebnisse wie Verbesserung der Kundenerfahrung, Steigerung der betrieblichen Effizienz, Transformation der Geschäftsprozesse und/oder Unternehmenswachstum in den Vordergrund. Als Teil eines umfassenden Transformationsplans muss der CIO definieren, welchen Anforderungen eine Infrastruktur genügen muss – von Leistungs- und Latenzzeiten bis hin zu Sicherheit und Compliance – mit der sich diese Ergebnisse realisieren lassen.

Flexible Verbrauchsmodelle

Die Einführung eines flexiblen Verbrauchsmodells für IT-Dienste ist ein entscheidender Schritt zur Erfüllung der Geschäftserwartungen, da es sicherstellt, dass die IT zeitnah und kostengünstig auf sich ändernde Geschäftsanforderungen reagieren kann.

Neue Verbrauchsmodelle bieten viel mehr Flexibilität und ermöglichen es Unternehmen, IT-Services hochzufahren oder zu drosseln, indem sie nur für die genutzte Kapazität zahlen. Wenn sich Cloud-Services im Rahmen der Hybrid-IT ausbreiten, können CIOs zudem die potenziellen Vorteile einer Verlagerung von IT- und Rechenzentrumsausgaben von einem kostspieligen Vorab-Investitionsmodell (CapEx) zu einem As-a-Service- oder Pay-as-you-go-Betriebskostenmodell (OpEx) ausspielen. Aquilent, ein Anbieter von IT-Lösungen für Behörden, schätzt, dass Unternehmen mit einem OpEx-Modell Einsparungen von 75% bis 90% erzielen können, verglichen mit den herkömmlichen Kosten für Rechenzentren.

„Es ist meine Aufgabe, der Organisation zu verdeutlichen, dass wir von einem Kapitalinvestitionsaufwand in einen operativen Investitionszyklus wechseln und die Kapazitäten besser an die Nachfrage anpassen können“, sagt Randall Gaboriault, CIO und Senior Vice President of Innovation and Strategic Development für Christiana Care Health System.

Gaboriault betont, dass das Unternehmen nicht daran interessiert ist, wo ein System läuft, sondern dass es die zugesagten Leistungen für das Unternehmen erzielt. „Meine Kunden interessieren sich nicht dafür, wie ihre Dienstleistungen erbracht werden“, sagt er. „Sie sind nur daran interessiert, das zu bekommen, was sie benötigen. Ob ich das durch die Cloud oder lokal schaffe, ist für sie irrelevant.”

„Eine unserer großen Herausforderungen ist es, die Menschen auf die Zukunft vorzubereiten.”

– Michael Müller-Wünsch
CIO, Otto GmbH & Co KG

Vier Vorteile eines flexiblen Verbrauchsmodells

1

Reduzierung der Betriebskosten

  • Keine Vorauszahlungen
  • Zahlung für das, was genutzt wird
  • Cashflow-Optimierung
  • Kosten für Überlieferung vermeiden
  • IT-Kosten mit den Business-Anforderungen in Einklang bringen
2

Zeitaufwand für die Wertschöpfung verkürzen

  • Verfügbare Kapazität in Minuten, nicht Monaten erhöhen
  • Aktualisierung bei Bedarf mit einfachen Änderungsaufträgen
  • Lange Beschaffungsprozesse vermeiden
3

Risiko reduzieren

  • IT-Bereitstellung verbessern
  • Schnell auf Marktanforderungen reagieren
  • Nutzungsrisiko teilen
  • IT-Mitarbeiter können sich auf Innovationen konzentrieren
4

In die Cloud skalieren

  • Skalieren mit Public-Cloud-Services
  • Ein Vertrag, eine Rechnung, ein Nutzerportal
Quelle: HPE Pointnext, HPE Flexible Capacity: Geh Hybrid und hol dir das Beste aus beiden Welten

Starke Governance

Unabhängig vom Verbrauchsmodell ist eine starke IT-Governance von entscheidender Bedeutung. So hat die IT-Organisation von Aetna beispielsweise eine robuste Portfolio-Management-Praxis entwickelt, um die Entscheidungsfindung in Bezug auf verschiedene IT-Dienste zu unterstützen, erläutert Renee Zaugg, Vice President für IT-Infrastruktur und Entwicklung. Fachbereichsgesteuerte Investitionen in Technologien wie Microsoft Office 365 werden einer traditionellen ROI-Nutzenanalyse unterzogen. Servicekataloge bieten ein Menü mit den verfügbaren Diensten und die Zaugg Gruppe bietet volle Transparenz, indem sie die Kosten ihrer Inhouse-Dienste mit denen führender IaaS-, SaaS- und PaaS-Angebote vergleicht. Weitere Kontrollen erfolgen über eine zentrale Beschaffungsstelle, die sicherstellt, dass das Unternehmen keine Technologien einsetzt, die es hohen Risiken aussetzt.

„Unsere Services kosten in der Regel ein Drittel der Summe von Cloud-Services, wenn man alles zusammenzählt“, sagt Zaugg. „Wir können dies zusammen mit der Kerninfrastruktur überprüfen und sie darüber informieren, damit sie die beste Entscheidung treffen können, wo sie investieren sollen.”

CIOs sollten Zauggs Argument folgen und so helfen den Mythos zu zerstreuen, dass lokale Dienste immer eine teurere Option als die Cloud sind – insbesondere, wenn ihre Unternehmen bereits beträchtliche Investitionen in Rechenzentrumskapazitäten getätigt haben.

Sechs Mythen über IT-Finanzen

Der CFO will nur Kosten senken und Ausgaben begrenzen. Leasing ist aus Sicht des Cashflows dem Kauf vorzuziehen. Die öffentliche Cloud ist immer die günstigste Option. OpEx ist besserals CapEx. Alles bewegt sich zur Cloud hin.Es ist daher sinnlos, in einRechenzentrum zu investieren. Die öffentliche Cloud beseitigtManagement- und Verwaltungskosten. 1 2 3 4 5 6
1 2 3 4 5 6 Die öffentliche Cloud beseitigt Management- und Verwaltungskosten. Alles bewegt sich zur Cloud hin. Es ist daher sinnlos, in ein Rechenzentrum zu investieren. OpEx ist besserals CapEx. Die öffentliche Cloud ist immer die günstigste Option. Leasing ist aus Sicht des Cashflows demKauf vorzuziehen. Der CFO will nurKosten senken undAusgaben begrenzen.
Alle Mythen aufdecken
„Wir reden nicht von IT-Investitionen. Wir investieren ins Business - mit einer IT-Komponente.”

– Michael Löchle
Group CIO, ABB
Schritt 3

3. Die Rendite

Drei Prinzipien zur Finanzierung hybrider IT
Überwachen Sie die Betriebskosten während der Cloud-Implementierungen.
Erstellen Sie Plan und Ziele, um die Effektivität Ihrer Cloud-Migration zu messen. Werden die Ziele nicht erreicht, finden Sie heraus warum.
Scheuen Sie nicht, Apps und Dienste aus der Cloud zu entfernen, wenn es sich als teurer erweist, sie unter dem neuen Paradigma zu betreiben.
Quelle: HPE, How to finance hybrid IT

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Tauchen Sie tiefer in die Hybrid-IT ein

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